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Maria Schutz 2017-03-09T07:51:55+00:00

Maria Schutz

Maria Schutz ist der größte Marien-Wallfahrtsort im südlichen Niederösterreich. Der Ort ist der Gemeinde Schottwien und dem Bezirk Neunkirchen zugehörig.
Das Dorf liegt etwa drei Kilometer vor dem Semmering-Pass auf 760 m am Fuß des Sonnwendstein 1523 m. Das abgelegene Örtchen ist ein beliebtes Ausgangsziel für Wanderungen. Der gastfreundliche Kirchenwirt sorgt für die Verpflegung der Wallfahrtsgäste. Seine Krapfen sind landesweit bekannt.

Das Bründl

1679 Pestepidemie in Schottwien. Die Todkranken werden zum Hl. Bründl gebracht und wurden vielzählig geheilt. Die Genesung der Todgeweihten bewegt zum Gelübde eine Kapelle zu errichten. Auch in den darauffolgenden Jahren hat das Wasser die unterschiedlichsten Krankheiten der Menschen geheilt. Die Votivtafeln erzählen ihre Geschichten. Noch heute entspringt das Bründl hinter dem Hauptaltar und noch heute hat es für die Gläubigen eine enorme Anziehungskraft.

Geschichte

Die erste Kapelle wurde 1721 erbaut um das gegebene Versprechen einzulösen. Sie bekam ihren Namen von dem Franziskaner Benignus Seyfried aus Mürzzuschlag. Pater Benignus soll nach der anstrengenden Wanderung unter einem Baum ein Mittagsschläfchen gehalten haben. Als er aufwachte und die Kapelle sah, gab er dem Ort den Namen Maria Schutz. Ein Brand zerstörte 1826 Glocken und Zwiebeltürme der Kirche. Ein Erdbeben beschädigte Kirche und Pfarrhof stark. Im Jahr 1840 übernahm Fürst Alois von Liechtenstein das Patronat über den Wallfahrtsort. 1925 gründeten die Passionisten das Kloster, das einzige des Ordens in Österreich, und übernahmen die Wallfahrtskirche. Am Nachmittag des 7. Aprils 1945, ein Monat vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde Maria Schutz von der Roten Armee besetzt. Die in der Gegend stationierten Alarmeinheiten der deutschen Wehrmacht, die später Teil der deutschen 9. Gebirgs-Division wurden, vertrieben die SowjetSoldaten in einem Gegenangriff am 8. April wieder. Das Gebiet rund um Kirche und Kloster wurde bis zu Kriegsende von der sowjetischen Infanterie nicht mehr angegriffen und von den Wehrmachtssoldaten stützpunktartig verteidigt. Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums wurde die Kirche 1970 außen und innen renoviert. 1995 wurden die Zwiebeltürme wieder hergestellt. Pfarrkirche wie Kloster der Passionisten stehen unter Denkmalschutz